Freitag, 26. August 2016

Nachgemacht: Selbst eingelegte Gewürzgurken

Sau|re|gur|ken|zeit, Saure-Gurken-Zeit
Substantiv [die]
Definition: Zeit im Ablauf des Jahres, in der es regelmäßig an geschäftlicher, politischer, kultureller o. ä. Aktivität fehlt, in der sich saisonbedingt auf einem bestimmten Gebiet kaum etwas ereignet.
Herkunft: Ursprünglich in der berlinischen Kaufmannssprache Bezeichnung für die Zeit des Hochsommers, in der die Gurken reifen und eingelegt werden, in der Ferien sind und der Geschäftsbetrieb nicht allzu groß ist.
Quelle: Duden
Schlussfolgerung: Jetzt ist die Zeit für selbst eingelegte Gewürzgurken! Das Rezept dafür stammt von meiner lieben Freundin Kerstin, die es auf ihrem Blog My cooking love affair schon vor zwei Jahren veröffentlicht hat. Ich habe die Gürkchen schon letztes Jahr nach ihrem gelingsicheren Rezept eingelegt, es aber nicht geschafft, die Gewürzgurken zu fotografieren - denn sie waren so gut, dass sie schneller aufgegessen waren, als ich gucken bzw. fotografieren konnte! Das passiert mir dieses Jahr nicht mehr. Hier kommt also das perfekte Rezept für die Saure-Gurken-Zeit für euch!

Rezept: Selbst eingelegte Gewürzgurken
(für 8-10 Gläser à 500ml)

Zutaten:
2kg Einmachgurken vom Wochenmarkt
650ml Weißweinessig
130g Zucker
70g Salz
4-5 Knoblauchzehen
4 gelbe Chilischoten
1 Gemüsezwiebel
1 Bund Dill (gerne mit Dillblüten)
schwarze Pfefferkörner
8-10 TL Koriandersamen
8-10 TL gelbe Senfkörner

Zubereitung:
Gläser bei 100 Grad im Backofen 20 Minuten sterilisieren, die Deckel 10 Minuten in kochendem Wasser auskochen.

Essig, Zucker und Salz mit 2 Litern Wasser in einen Topf geben, aufkochen lassen, bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben. Abkühlen lassen.

Gurken waschen und mit einer Bürste oder einem Tuch die Stacheln abreiben. Chilischoten waschen, putzen und in 2cm breite Ringe schneiden. Knoblauch schälen und halbieren. Zwiebel schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. Dill waschen, trocken schütteln und die Blätter und Blüten von den Stielen zupfen.

Die Gurken aufrecht in die vorbereiteten, sterilisierten Gläser verteilen. Dillblätter und -blüten, Zwiebelscheiben, Chiliringe und je eine halbe Knoblauchzehe zu den Gurken ins Glas geben. In jedes Glas je 8 schwarze Pfefferkörner, 1 TL Koriandersamen und 1 TL gelbe Senfkörner hineingeben. Zum Schluss jedes Glas randvoll mit dem abgekühlten Essigsud befüllen und mit dem Twist-Off-Deckel verschließen.


In einen großen Topf unten auf den Boden ein Küchenhandtuch hineinlegen und so viele Gurkengläser darauf stellen, wie hineinpassen, ohne dass sich die Gläser berühren. Dann mit Wasser bis 2 Fingerbreit unter die Gläserdeckel auffüllen und die Gläser 30 Minuten sprudelnd im Wasserbad kochen lassen. Herd ausschalten, Gläser weitere 10 Minuten im Topf lassen. Dann die Gurkengläser herausnehmen und abtropfen lassen. Die eingelegten Gewürzgurken müssen nun noch 4 Wochen durchziehen, dann sind sie verzehrbereit! Theoretisch sind die sauren Gurken ein Jahr haltbar, doch aus eigener Erfahrung vom letzten Jahr weiß ich, dass sie schon längst vorher aufgegessen sein werden....


Mittwoch, 24. August 2016

Melonensalat mit gebackenem Schafskäse und Dill

Dieser Melonensalat mit gebackenem Schafskäse und Dill ist mal wieder so ein Fall, in dem das Foto dem tollen Geschmack des Essens leider nicht gerecht wird. Der Salat aus Wassermelone und Radicchio schmeckt in der Kombination mit dem Schafskäse-Päckchen sogar so gut, dass ich den Salat innerhalb kurzer Zeit schon zwei Mal zubereitet habe. Und das will bei mir wirklich was heißen! Leider ist mir weder das eine noch das andere Mal ein tolles Foto gelungen. Ihr müsst mir also einfach glauben, dass dieser Melonensalat nach einem Rezept aus der "essen & trinken" vom August 2016 klasse ist!


























Rezept: Melonensalat mit gebackenem Schafskäse und Dill
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1 rote Chilischote
1 Stück Schafskäse (200g)
6 Kirschtomaten
Salz, Pfeffer
1/4 TL getrockneter Estragon
5 EL Olivenöl
1/2 kleiner Radiccion (ca. 70g)
1/4 Wassermelone (ca. 300g)
2 EL Zitronensaft
1 TL Honig
2 Stängel frischer Dill
1 TL schwarzer Sesam

Zubereitung:
Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Chili waschen, putzen und längs aufschlitzen. Kerne entfernen, Chilischote fein hacken. Schafskäse halbieren. Kirschtomaten waschen und putzen.

Für zwei Päckchen mit gebackenem Schafskäse je 2 Bögen Backpapier übereinander legen. Schafskäse, Kirschtomaten und die Hälfte der gehackten Chilis auf den Bögen verteilen. Mit Estragon und jeweils wenig Salz würzen, mit je 1 EL Olivenöl beträufeln. Backpapier über dem Schafskäse zusammenfalten und die Enden zusammen drehen. Päckchen auf ein Backblech setzen und im heißen Backofen auf der unteren Schiene 15 Minuten backen.

 In der Zwischenzeit den Radicchio waschen, putzen und den Strunk entfernen. Radicchio in dünne Streifen schneiden. Wassermelone in 2-3cm große Würfel schneiden.
Zitronensaft, Honig und 3 EL Olivenöl in einer Salatschüssel zu einem Dressing verrühren. Mit Salz, Pfeffer und den restlichen gehackten Chili würzen. Radicchiostreifen und Wassermelonenwürfel untermischen.

Dill waschen, trocken schütteln und die Dillspitzen von den Stängeln zupfen. Dill und Sesam über den Salat streuen. Radicchio-Melonensalat mit den geöffneten Päckchen mit gebackenem Schafskäse servieren.

Sonntag, 21. August 2016

Pfirsich-Nusskuchen mit Himbeeren

Juli und August sind kuchenreiche Monate bei mir, denn ich backe eigentlich nur zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen. Und da probiere ich dann immer gerne neue Rezepte aus. So auch kürzlich, als ich mit der Schwiegerfamilie meinen Geburtstag nachgefeiert habe. Neben meinem bewährten Marmorkuchen habe ich noch einen Pfirsich-Nusskuchen mit Himbeeren nach einem Rezept aus der "Lecker" vom Juli/August 2016 gebacken, der mich schon beim ersten Durchblättern des Hefts angesprochen hat. Ich hege nämlich eine große Vorliebe für Obstkuchen! Im Heft wurde der Kuchen mit Nektarinen zubereitet, aber die Pfirsiche auf dem Karlsruher Wochenmarkt haben mich so angelacht, dass ich spontan auf Pfirsiche statt Nektarinen umgeschwenkt habe. Gute Entscheidung - der Kuchen kam bei allen Gästen sehr gut an! Außerdem ist er auch noch einfach in der Zubereitung - ganz nach meinem Geschmack.

Pfirsich-Nusskuchen mit Himbeeren
























Rezept: Pfirsich-Nusskuchen mit Himbeeren
(für eine Springform mit 26cm Durchmesser)

Zutaten:
125g Butter + etwas mehr zum Einfetten der Form
125g Zucker
1 EL Vanillezucker
Salz
3 Eier (Größe M)
100g Mehl
2 TL Backpulver
200g gemahlene Haselnüsse
75ml Milch
2-3 reife Pfirsiche (je nach Größe)
2 EL Aprikosenkonfitüre
50-75g Himbeeren
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:
Die Springform am Boden und am Rand mit etwas Butter einfetten. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Butter, Zucker, Vanillezucker und eine Prise Salz in eine Rührschüssel geben und mit den Quirlen des Handrührgeräts cremig rühren. Eier nacheinander einzeln unterrühre. Mehl, Backpulver und gemahlene Haselnüsse miteinander vermischen, dann abwechselnd mit der Milch unter die Butter-Zucker-Masse rühren. Teig in die gefettete Springform füllen und glatt streichen.

Pfirsiche waschen, halbieren und den Stein entfernen. Pfirsiche in dünne Spalten schneiden. Pfirsichspalten fächerförmig auf den Teig legen, leicht andrücken.

Den Pfirsich-Nusskuchen im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 40 Minuten backen.

Nach ca. 25 Miduten Backzeit Die Aprikosenkonfitüre in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze erwärmen. Kuchen aus dem Ofen nehmen und die Pfirsichspalten mit der erwärmten Konfitüre bestreichen, dann den Kuchen wieder in den Ofen schieben und fertig backen.

Kuchen nach 40 Minuten aus dem Ofen nehmen, auf einem Kuchengitter 15 Minuten abkühlen lassen. Dann den Rand der Springform lösen und den Kuchen vollständig auskühlen lassen.

Vor dem Servieren die Himbeeren verlesen, eventuell waschen. Himbeeren auf dem Kuchen verteilen, Kuchen mit Puderzucker bestäuben.

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